Wiki ::: Eiskraut

lateinischer Name: Mesembryanthemum crystallinum

Das Eiskraut (''Mesembryanthemum crystallinum'') ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Ihren Namen verdankt sie den hell-durchsichtig schimmernden Bläschen, die über das gesamte Blatt und den Stängel verteilt sind. Aus Drüsen unterhalb dieser Bläschen wird Natriumkarbonat abgegeben. Daher wird das Kraut auch Sodapflanze genannt. Die Blätter sind essbar und schmecken leicht salzig. Die Pflanze darf nicht mit dem Neuseeland-Spinat (''Tetragonia tetragonioides''), aus der gleichen Familie, (auch Neuseelandeispflanze, Neuseelandspinat, Neuseeländer, Sommerspinat, Pflückspinat genannt) verwechselt werden.

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Ökologie

Ursprünglich nur auf der Südhalbkugel wachsend, kommt das Eiskraut zunehmend als Neophyt auch auf der Nordhalbkugel vor. So gibt es bereits wildwachsende Bestände am Mittelmeer, wo es sich massenweise vermehrt. Durch seine enorme Fähigkeit, Feuchtigkeit aus dem Boden zu ziehen, übt es auf andere Pflanzen einen hohen Konkurrenzdruck aus, die daher in seiner Umgebung oft schnell zugrunde gehen. Seltsamerweise steigt unter dem Eiskraut der Nitratgehalt des Bodens an. Auch dies verringert das Wachstum von konkurrierenden Pflanzen, vor allem von Gräsern. Es verfügt zudem über einen erstaunlichen Salz-Haushalt und kann je nach Bedarf Salze aufnehmen und auch wieder abgeben, indem überschüssige Natrium-Ionen in Form von Natriumcarbonat abgeschieden werden.

Beschreibung

Das Eiskraut ist eine sukkulente Pflanze. Die Blätter sind mit perlenartigen, hell-durchsichtigen Bläschen besetzt. Darunter befinden sich die zahlreichen Drüsen, die Salze nach außen sezernieren. Die feinen, weißen Blüten besitzen einen angeschwollenen Kelch, der ebenfalls mit Bläschen besetzt ist. Es gibt auch weitere Arten, die rote oder auch gelbe Blüten besitzen. Die Samen sind sehr klein und glänzend-schwarz gefärbt.

Verbreitung

Eiskraut stammt ursprünglich aus Südafrika. An den Küsten des Mittelmeeres und der Kanarischen Inseln, in Südaustralien, in Kalifornien und in Baja California in Mexiko wächst es durch den Menschen eingeschleppt mittlerweile verwildert. Dort kommt es zumeist in Massenbeständen vor.

Anbau

Die kleinen schwarzen Samen brauchen nur in etwa 3 bis 4 cm Abstand in die Erde ausgesät zu werden. Die Pflanze kommt sowohl mit feuchten als auch mit trockenen Standorten zurecht. Die Temperatur sollte jedoch stets über 20°C liegen.

Verwendung

Es können die Blätter direkt von der Pflanze abgenommen werden. Serviert werden diese dann entweder als Salat oder gekocht ähnlich wie Spinat. Auch die Stängel sind essbar.

Quellenangabe:

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