Wiki ::: Grapefruit
Die Grapefruit (''Citrus × aurantium'', Syn. ''C. paradisi'') ist die Frucht des Grapefruitbaumes, einer Zitruspflanze, die ein subtropischer Baum aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae) ist. Sie ist eine Kreuzung, die aus der Orange (''Citrus × aurantium'') und Pampelmuse (''Citrus maxima'') entstanden ist.
Beschreibung
Der immergrüne Baum ist normalerweise etwa fünf bis sechs Meter hoch, kann aber bis zu 15 Meter hoch werden. Die jungen Triebe sind kantig und selten leicht behaart. Die Blätter sind dunkelgrün, lang (bis zu 15 cm) und dünn. Die Form ist oval, die Spitze ist stumpf, die Blattbasis abgerundet. Der Blattstiel ist stark verbreitert, die Blattspreite ist deutlich vom Blattstiel abgesetzt (unifoliates Blatt). Die duftenden Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder in wenigblütigen Blütenständen zusammen. Sie bestehen aus fünf verwachsenen Kelchblättern sowie fünf freien, weiß gefärbten Blütenblättern. Der Fruchtknoten ist oval und deutlich vom Griffel abgesetzt. Die 20 bis 25 Staubblätter sind mit den Staubfäden zu mehreren Gruppen verwachsen. Die runde Frucht hat eine gelbe Schale, rotfleischige Arten können einen rötlichen Anflug auf der Schale aufweisen. Die Frucht ist etwa 10-15 cm im Durchmesser groß und hat bittres Fruchtfleisch, das in Segmente unterteilt ist. Die einzelnen Segmente sind miteinander verwachsen und lassen sich nicht leicht teilen. Die Farbe des Fruchtfleisches variiert je nach Sorte von einem hellen gelb bis hin zu einem tiefen Rubinrot. Die zentrale Achse ist meist vollständig mit Gewebe ausgefüllt. Die Samen sind glatt, im Innern weiß, sie enthalten mehrere Embryonen. Kommerzielle Sorten sind meist kernlos.Sorten
Die verschiedenen Sorten der Grapefruit unterteilen sich in zwei Hauptgruppen: Die weißen Grapefruit, welche gelbes Fruchtfleisch haben, und die roten, deren Sorte amerikanische Ruby 1929 mit roséfarbigem Fruchtfleisch patentiert wurde. Ausgehend davon wurden weitere rotfleischige Selektionen, zumeist in Texas ausgewählt. Dabei haben die Selektionen Rio Red, Star Ruby und Flame die höchsten Marktanteile und die tiefroteste Fruchtfleischfärbung. Es gibt Sorten mit zahlreichen Samen, aber auch Selektion fast völlig ohne Samen. Die Sweetie, welche richtigerweise "Oroblanco" heißt, ist eine Kreuzung aus Citrus maxima "Siamese Sweet" und Citrus paradisi "Marsh H4" und entstand 1958 in Kalifornien.Verbreitung
Ihre Herkunft war bis 1950 unbekannt. Die Frucht wurde vermutlich etwa um 1750 in Barbados entdeckt. Sie wird heute in fast allen subtropischen Ländern der Welt angebaut. Die USA sind die Hauptproduzenten der Grapefruit, mit Plantagen in Florida und Texas. Hauptproduzenten für Europa sind Israel, Zypern und Spanien.Gesundheitsrelevante Wirkungen
Einige Inhaltsstoffe der Grapefruit gehen Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln ein (Grapefruitsafteffekt). Insbesondere die in der Grapefruit enthaltenen Stoffe Naringenin und Bergamottin, die die Isoform des Cytochrom-P450, das CYP3A4, in der Leber hemmen, können die Wirkung von Substanzen wie Dextromethorphan, Simvastatin, Terfenadin, Felodipin, Nifedipin, Verapamil, Östradiol, Midazolam, Tacrolimus und Cyclosporin A deutlich steigern und die Wirkdauer erhöhen, da der Abbau (Metabolisierung) durch sie verzögert wird. Es ist daher sinnvoll, sich während der Einnahme von Medikamenten über mögliche Interaktionen mit Grapefruitprodukten zu informieren. Weiterhin enthalten Grapefruits antioxidative Substanzen, so genannte Radikalfänger und den Ballaststoff Pektin. Diese Inhaltsstoffe haben cholesterinsenkende Eigenschaften und verbessern das Verhältnis zwischen LDL- und HDL-Cholesterin. Schon eine Grapefruit pro Tag trägt dazu bei, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Dies kommt insbesondere Menschen mit koronaren Herzkrankheiten und Krankheiten des Kreislaufsystems zu gute, da ein erhöhter Cholesterinspiegel ein Risikofaktor für solche Krankheiten ist. Forscher von der Hebräischen Universität in Jerusalem haben 2006 herausgefunden, dass Grapefruits mit ''rotem'' Fruchtfleisch über besonders viele der cholesterinsenkenden Wirkstoffe verfügen - deutlich mehr als solche mit gelbem Fruchtfleisch. 2004 wurde veröffentlicht, dass die Grapefruit nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern auch Diabetes mellitus vorbeugen könne. Die Wirkung beruhe darauf, dass der Zuckerstoffwechsel nach dem Verzehr von Grapefruit besser funktioniere und deshalb der Blutzuckerspiegel niedriger sei und weniger Insulin produziert werden müsse.Literatur
- W. Reuther, H. J. Webber, L. D. Batchelor (Hrsg.) (1967): ''The Citrus Industry''. Bd 1&2. University of California. [http://lib.ucr.edu/agnic/webber]
- www.wissenschaft.de: Das Fett-weg-Obst: Grapefruits - Forscher: Die Zitrusfrüchte fördern den Zuckerstoffwechsel
- www.wissenschaft.de: Mit Grapefruits gegen Magengeschwüre - Im Gegensatz zur allgemeinen Vorstellung beruhigen die Zitrusfrüchte den Magen
- www.wissenschaft.de: Herzensgute Grapefruits - Besonders rote Früchte haben eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel
- Grapefruitkernextrakt - Ein biologisches Breitbandantibiotikum? [PDF] Konservierungsfähigkeit durch Benzethoniumchlorid und Triclosan

