Wiki ::: Preiselbeere

lateinischer Name: Vaccinium vitis-idaea

Die Preiselbeere (''Vaccinium vitis-idaea''), auch Kronsbeere, Riffelbeere, österreichisch auch Grestling oder Granten, ist eine Pflanze aus der Gattung der Heidelbeeren. Die sogenannte „Kulturpreiselbeere“ hingegen bezeichnet keine Preiselbeere, sondern die Großfrüchtige Moosbeere, auch „Cranberry“ genannt, die deutlich anders schmeckt.

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Beschreibung

Der Zwergstrauch wird zwischen 10 und 40 Zentimeter groß und ist von kompaktem, aufrechten Wuchs. Seine ovalen Blätter sind wechselständig und zweizeilig angeordnet, dunkelgrün und ledrig. Ab Ende Mai/Anfang August bilden sich aus anfänglich dunkelroten Knospen die weißen, gelegentlich schwach rötlichen, glockenförmigen Einzelblüten. Sie hängen in Trauben an den Spitzen der Triebe. Die Blüten sind vierzählig, bei den anderen Arten der Gattung meist fünfzählig. Ab Ende August bis Anfang September reifen aus ihnen in fünf bis sechs Wochen die zunächst weißen, später leuchtend roten Beeren. Kultursorten reifen unter guten Bedingungen auch noch ein zweites Mal im September und Oktober. Unter günstigen klimatischen Bedingungen (Niederlande) sind schon ab Ende Juni reife Preiselbeeren zu finden.

Verbreitungsgebiet

Da die Preiselbeere unempfindlich gegen Frost ist (bis zu -22 °C werden vertragen), kommt sie weltweit in der nördlichen Hemisphäre vor, von der nördlich gemäßigten Zone bis in den arktisch-zirkumpolaren Bereich (71° N, in Grönland auch darüber hinaus). Sie bevorzugt sonnige und trockene Standorte auf saurem Rohhumusboden und verträgt selbst noch schattige Wälder oder nährstoffarmen leichten Sandboden.

Vermehrung

Preiselbeeren vermehren sich neben dem üblichen Weg der Bestäubung durch Absenker. Obwohl die Preiselbeere häufig in unmittelbarer Nachbarschaft zur Blaubeere wächst, kommt es nur selten zu Hybriden zwischen den beiden Arten, die man als ''Vaccinium'' × ''intermedium'' bezeichnet.

Verwertung

Die Preiselbeere ist in der Küche eine weithin geschätzte und beliebte Frucht, vor allem als Beilage zu Wildgerichten und zum original Wiener Schnitzel. Wegen ihres herbsauren Geschmacks, der auf den hohen Anteil von Fruchtsäuren zurückgeht (beispielsweise Benzoe-, Ascorbin- und Salicylsäure) wird sie allerdings nur selten roh gegessen, sondern meist als Zubereitung in Form von Kompotten. Wegen des Gehaltes an Benzoe- und Salicylsäure, die auch als Konservierungsmittel eingesetzt werden, sind Erzeugnisse aus Preiselbeeren meist gut haltbar. Die Früchte enthalten neben Vitamin C auch die Vitamine B1, B2, B3 und Beta-Karotin (Vitamin A), an Mineralstoffen vor allem Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphat. Ihr Gehalt an Anthocyan lässt annehmen, dass der Genuss der Beeren oder des Saftes vor Nieren- und Blaseninfektionen schützt, da sie möglicherweise das Einnisten der Bakterien in der Schleimhaut verhindern. Auch zur Senkung des Cholesterinspiegels und bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen kann die Pflanze eventuell von Nutzen sein. Aktuelle Forschung untersucht diese Zusammenhänge. Neben den Beeren enthalten vielleicht auch die Blätter heilkundlich wirksame Stoffe.

Quellenangabe:

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